Zäune
Installation, dreiteilig, 2011
Holz, Lack, Injet Print, Buchseiten, Bälle
Ausstellung: „Parallele Akrionen 1+2“
Die
Stiftung „Gesellschaft zur Förderung der Künste“ freut sich,
zwei Einzelausstellungen der in Wien lebenden Künstler präsentierten
zu dürfen: „Parallele Aktionen 1“ von Ekaterina Shapiro-Obermair
(*1980 in Moskau) und „Parallele Aktionen 2“ von Wolfgang
Obermair (*1971 in Ebersberg). Die Künstler zeigen ihre neuen
Objekte und Assemblagen, in denen sie sich in unterschiedlicher Weise
der Ambivalenz zwischen dem Gemachtem und dem Vorgefundenem widmen.
Ihre Arbeiten sind keine Skulpturen im herkömmlichen Sinne, vielmehr
treten sie in eine Korrespondenz mit dem Raum und sind daher
installativ zu verstehen.
Sucht man kunstgeschichtlich nach
den Momenten der Versöhnung der latenten Gegensätze in der Kunst ―
zwischen geistigen Konzepten (Ideal), politisch/gesellschaftlichen
Anspruch und dem Kult der Materialität ― so war es u.a. der Neue
Realismus der 1960er, der mit der Exponierung und Reflexion der
Dinglichkeit eine Synthese schaffte. Der Fokus auf die Dinge und die
materielle Substanz bedeutet aber weder eine Verhaftung in der
Abbildlichkeit (retinale Kunst), noch die Negierung einer Welt
geistiger Kunst. Er meint die Dinge selbst und ihre geistige Potenz.
Mit Bezug auf die Titel meint „parallel“ nicht nur, dass
zwei Ausstellungen zur selben Zeit am selben Ort stattfinden. Die
zeitliche und räumliche Parallelität versteht sich auch
metaphorisch, denn sie bezieht sich sowohl in einen bewussten
Rückgriff auf historische Vorbilder, als auch auf die geografisch an
verschiedenen Orten stattfinde Produktion und Diskursivität der
Kunst.
Mit freundlicher Unterstützung der „Gesellschaft
zur Förderung der Künste“, Artraum und Artodox.
10. – 22. Februar 2011
Gallery na Vspolnom, Moskau
http://fond-art.artinfo.ru/
http://www.artodox.com/